Im Lehnbachhaus Die amerikanische Künstlerin, Sarah Morris ist seit Mitte der 1990er Jahre bekannt als Malerin von leuchtend farbigen Bildern in oft geometrischen Rasterformen, wie auch als Filmemacherin künstlerisch-dokumentarischer Filmbiographien. Bis zum 03. August 2008 zeigt die Städtische Galerie im Lenbachhaus als Premiere, den siebten Film von Sarah Morris „1972“. Morris stellt nicht mehr wie bis auf „Robert Towne“ das panoramatische Bild einer Stadt, sondern das Porträt (Literatur) eines Bürgers in den Mittelpunkt. Georg Sieber war 1972 der leitende Psychologe des Ordnungsdienstes bei der Olympiade und der Münchner Polizei. Am Morgen des 5. September 1972, als Mitglieder der Terrorgruppe Schwarzer September die israelische Mannschaft angriffen und als Geiseln nahmen, war Georg Sieber in der Conollystraße anwesend. Seine Position gab er später an diesem Morgen auf.
Georg Sieber war vom Internationalen Olympischen Komitee und der Münchner Polizei angestellt worden, um Szenarien zu entwerfen, wie die Olympischen Spiele gefährdet werden könnten, und die Sicherheitsdienste entsprechend vorzubereiten. Ein Szenario, dasjenige mit der Nummer 26, war eine nahezu exakte Vorhersage dessen, was sich dann tragischer Weise ereignete. Morris sagt über ihren Film: „Für mich waren und sind die Olympia-Architektur von Günter Behnisch und das Erscheinungsbild, das Otl Aicher den Spielen gab, absolut phantastisch. Es war der Versuch, etwas optimistisch zu gestalten, der dann leider von der Wirklichkeit zerschlagen wurde.“ Neben dem Film „1972“ zeigt das Lehnbachhaus auch Bilder der Künstlerin. In der Ausstellung „Rhythmus 21 - Positionen des Abstrakten“ sind unter anderen abstrakten Werken auch ihre zu sehen.
"Rhythmus 21 - Positionen des Abstrakten" vom 12.04. - 18.09.08 jeden Samstag, 11 Uhr Öffentliche Führung Weitere Informationen www.lenbachhaus.de |